Die Standorte

Entlang der Elbe befinden sich unsere drei Untersuchungsstandorte mit unterschiedlichen Anforderungen. Während Magdeburg als Stadt direkt vom Hochwasser betroffen ist, sind es in Lüneburg und Leipzig die Landkreise.

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Leipzig

Auf einer Fläche von 1.647 km² beherbergt der Landkreis Leipzig ca. 257.000 Einwohnerinnen und Einwohner, die kreisfreie Stadt Leipzig ca. 570.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Der Landkreis gliedert sich in drei große Teilräume - den Südraum Leipzig, das Muldental sowie das Kohrener Land -, die insgesamt 32 Kommunen und das Einzugsgebiet verschiedener Flüsse (Mulde, Parthe, Pleiße, Weiße Elster) umfassen. Beim letzten Hochwasser im Sommer 2013 überschritten vor allem die Pegel der Mulde und der Weißen Elster die Richtwerte der Alarmstufe 4 (Katastrophenalarm). Das Hochwasser 2013 erreichte auch das Stadtgebiet von Leipzig, größere Schäden konnten dort jedoch glücklicherweise verhindert werden.

Detaillierte Informationen zum Hochwasserschutz im Landkreis Leipzig sowie in der Stadt Leipzig finden sich beispielsweise unter:

www.leipzig.de/umwelt-und-verkehr/umwelt-und-naturschutz/hochwasserschutz/

www.landkreisleipzig.de/hochwasser.html

Darüber hinaus bietet das Landeshochwasserzentrum Sachsen (LHWZ) eine Vielzahl von Informationsmöglichkeiten zu aktuellen Pegelständen, Gefahrenkarten etc. an:

www.umwelt.sachsen.de/umwelt/wasser/72.htm

Der Ansprechpartner im Projekt ist Torsten Masson, der in enger Kooperation mit dem Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Leipzig den Standort Leipzig betreut.

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Lüneburg

Im Landkreis Lüneburg wohnen rund 178.000 Menschen. Er erstreckt sich von der Lüneburger Heide bis zur Elbe. Das letzte Hochwasser ereignete sich im Sommer 2013. Zuvor hatten die Pegel insbesondere in den Jahren 2011, 2006, 2003 und 2002 hohe Wasserstände aufgewiesen. Zum Schutz des Deiches gibt es im Landkreis einen Deichverband. Bürger werden dabei, soweit nötig, zur Beobachtung der Deiche eingesetzt. Den Katastrophenschutz übernimmt der Landkreis Lüneburg. Ferner gehört das Elbegebiet des Landkreises Lüneburg zum Biosphärenreservat „Niedersächsische Elbtalaue“.

Für direkte Informationen zum Hochwasserstand im Landkreis Lüneburg wurde eine App entwickelt, zu finden unter dem Schlagwort "Deich App".

Als tatkräftiger Kooperationspartner fungiert der Arbeiter-Samariter-Bund Kreisverband Lüneburg

Foto: Anja Schäffler

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Magdeburg

In der Landeshauptstadt Magdeburg leben rund 240.000 Menschen. Die Stadt am Schnittpunkt von Elbe, Elbe-Havel- und Mittellandkanal besitzt einen bedeutenden Binnenhafen. Die Elbe durchquert Magdeburg auf einer Länge von 21 km und teilt sich auf der Höhe der Stadtteile Buckau (westelbisch) und Prester (ostelbisch) in die Strom-Elbe und die Alte-Elbe, welche eine rund 3,5800 km² großen Insel mit dem Stadtteil Werder umschließen. Zum Schutz der Städte Magdeburg und Schönebeck dient das Pretziener Wehr. Durch diese kann bis zu einem Viertel des Abflusses der Elbe über den Elbe-Umflutkanal östlich an Magdeburg vorbeigeleitet werden. Bei einer drohenden Hochwasserkatastrophe wird dieses geöffnet, so auch bei den letzten Hochwasserereignissen in den Jahren 2002 und 2013. Bei beiden Ereignissen sprach man von einem Jahrtausendhochwasser, das im Juni 2013 den Höchststand von 7,47 m (Flutpegel Strombrücke) erreichte. Im Katastrophenfall wird ein Stab unter der Leitung des Oberbürgermeisters zusammengerufen, dem mehrere technische Einsatzleitungen unterstellt sind.

Der aktuelle Pegelstand in Magdeburg kann beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Magdeburg unter www.wsa-magdeburg.wsv.de/service/tide.php.html nachgeschaut werden.

Der Kooperationspartner in Magdeburg ist der Regionalverband des Arbeiter-Samariter-Bundes Magdeburg.

http://www.asb-magdeburg.de/

Foto: Anna Heidenreich