Aktuelles

28. März 2017: Experiment in Magdeburg abgeschlossen

Anna Heidenreich, unsere Mitarbeiterin am Standort Magdeburg, führte im Januar und Februar ein Experiment an der Otto-von-Guericke-Universität durch. Im Rahmen ihrer Masterarbeit möchte sie Zusammenhänge zwischen Selbstwirksamkeit und der Absicht zu Hochwasserschutzverhalten ergründen. Weiter sollen unterschiedliche Möglichkeiten zur Vorbereitung auf den Ernstfall untersucht werden: Hier werden ein virtuelles Flutlernspiel und digitale Gefahren- und Risikokarten getestet.

Die Versuchspersonen wurden zufällig einer von drei Gruppen zugewiesen. Je nach Gruppe wurden sie gebeten entweder das Computerspiel zu spielen, eine Hochwassergefahren- und –risikokarte auszuprobieren oder eine themenfremde Aufgabe zu lösen. Vor und nach der jeweiligen Aufgabe beantworteten die Versuchspersonen unterschiedliche Fragen bzgl. Ihrer persönlichen Wahrnehmung der Hochwasserthematik. So wurde beispielsweise die persönliche Selbstwirksamkeit in Bezug auf Hochwasserschutzverhalten erhoben. Nach Abschluss des Experimentes werden die Daten nun ausgewertet.

Foto: Anna Heidenreich

9. Februar 2017

Unser Experiment zur Risikoeinschätzung/ Verhaltensvorsorge

In einem Experiment hatten wir in Bielefeld und in Magdeburg Studierende dazu befragt, wie sie das Hochwasserrisiko für ihren Ort einschätzen und ob und wenn ja, wie sie sich darauf vorbereiten (siehe aktuelles im November 2016, weiter unten).

Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden damals per Los einer Gruppe zugeteilt. Die eine Gruppe schaute einen Film, in dem die Elbe an einem schönen Sommertag gezeigt wurde. Die zweite Gruppe dagegen sah einen Film, der die schrecklichen Ereignisse der Elbeflut 2013 zeigte. Beide Filme dauerten etwas mehr als 2 Minuten. Anschließend wurden die Teilnehmer und Teilnehmerinnen gebeten, einen Fragebogen (siehe Bild) auszufüllen.

Wir wollen damit ein Modell zu den Faktoren testen, die die Suche nach Informationen zum richtigen Verhalten und zur Vorsorge beeinflusst.

Jetzt werden die Daten dazu ausgewertet.

2. Februar 2017

Eine Beschreibung unseres Projektes ist auch auf der Website der Fachhochschule Bielefeld zu finden:

https://www.fh-bielefeld.de/forschung/aktuelle-forschungsprojekte/risk-m

2. Februar 2017

 

Noch ein Ergebnis aus unserer Umfrage in Niederbayern:

Wir haben die Menschen in den betroffenen Gebieten danach gefragt, wie sie das Hochwasserereignis persönlich erlebt haben. Eine Frage dabei war:

War das Hochwasserereignis für Sie ein unerwarteter Schock?

Die Antwort konnte auf einer Skala von 1 (Nein, ich wusste vom Hochwasserrisiko für unseren Ort) bis 5 (Ja, das war für mich ein unerwarteter Schock) ausgewählt werden.

80 Menschen aus den betroffenen Gebieten haben darauf geantwortet.

 

Für fast 70% dieser Menschen war das Ereignis ein unerwarteter Schock.

 

 

 

16.01.2017: Aus unserer Umfrage zum Starkregenereignis in Bayern:

 

Haben Sie in der Vergangenheit schon einmal so ein Hochwasser erlebt?

Diese Frage hatten wir den betroffenen Bürgern in unserem Fragebogen gestellt.

Rund zwei Drittel (65,4%) der befragten Betroffenen in den zur Befragung ausgewählten Gemeinden hatten laut eigener Angabe noch nie zuvor eine Flutkatastrophe erlebt. Immerhin ein Drittel (34,6%) hatte schon vorher ein Hochwasser erlebt.

12.01.2017

Kleiner Nachtrag: Im September 2016 nahmen zwei Teammitglieder an Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie teil.

Kongressteilnahme 5zigLeipsych Deutsche Gesellschaft für Psychologie 18.-22.September 2016

Vorträge von S. Bamberg und T. Masson in der Arbeitsgruppe „A fresh look at collective action: methodological and theoretical considerations for new directions in collective climate protection and protest“

http://www.dgpskongress.de/

 

12.01.2017

Und hier die deutsche Zusammenfassung des Forschungsartikels:

Begg., C, Ueberham, M., Masson, T., Kuhlicke, C. (2016). Interactions between citizen responsibilization, flood experience and household resilience: insights from the 2013 flood in Germany. International journal of water resources development, DOI: 10.1080/07900627.2016.1200961

Der Beitrag untersucht die Zusammenhänge zwischen der Fluterfahrung von Betroffenen und vergangenem Vorsorgeverhalten sowie deren kombinierte Effekte auf die Einschätzungen zu a) den Verantwortlichkeiten im Hochwasserschutz und b) dem Wunsch nach der Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern im Hochwasserschutz. Datengrundlage bildet eine Stichprobe von 889 Haushalten aus Sachsen und Bayern, die von den Hochwasserereignissen im Jahr 2013 betroffen waren. Die Ergebnisse zeigen, dass Betroffene, die Vorsorgemaßnahmen getroffen hatten, vor allem dann mehr individuelle Verantwortung für Hochwasserschutz forderten und sich auch selbst mehr beim Hochwasserschutz zutrauten, wenn sie die Folgen der 2013er Flut als gering einstuften. Umgekehrt äußerten die Haushalte, die entsprechende Vorsorgemaßnahmen getroffen hatten, einen stärkeren Wunsch nach Beteiligung im Fall hoher Schäden durch das Flutereignis. Die Ergebnisse verdeutlichen das komplexe Zusammenspiel von Vorsorgehandeln und Fluterfahrung auf Selbstwirksamkeit und Verantwortungszuschreibung im Hochwasserschutz.

11.07.2016 Neue Veröffentlichung

Begg., C, Ueberham, M., Masson, T., Kuhlicke, C. (2016). Interactions between citizen responsibilization, flood experience and household resilience: insights from the 2013 flood in Germany. International journal of water resources development, DOI: 10.1080/07900627.2016.1200961

Abstract

As increasing emphasis is placed on the importance of citizens’ taking responsibility for their own preparedness and protection against flooding, it is important to understand the relationship between responsibility and action and how current practices of responsibilization influence household resilience. Based on a survey of 889 households affected by flooding in 2013 in the states of Saxony and Bavaria, Germany, this study investigates the relationship between action and flood experience and how this experience influences whether citizens feel responsible, and therefore the likelihood that they will take action in the future. These findings have implications for household resilience as well as future research.

10.07-16.07.2016 Felduntersuchung in Bayern

Anfang Juni 2016 kam es zu verheerenden Starkregenereignissen in ganz Deutschland. Eine besonders stark betroffene Region befindet sich in Niederbayern: der Landkreis Rottal-Inn. Die Fluten zerstörten tausende Wohnhäuser, richteten große Schäden an der Infrastruktur an und kosteten mehrere Menschen das Leben. Ein Thema des RISK-M Projekts ist die Erforschung von individuellen und sozialen Resilienzfaktoren, d.h. von Faktoren, die einen positiven Einfluss auf die Bewältigung von traumatisierenden Naturkatastrophen haben. Solche Erkenntnisse liefern u.a. einen Beitrag für die Entwicklung entsprechender psycho-sozialer Unterstützungsangebote.

Vor Ort wurde das Team von den Bürgermeistern der betroffenen Gemeinden Simbach am Inn, Markt Triftern und Markt Tann aktiv unterstützt. Nach sechs Tagen im Katastrophengebiet beginnt das Team jetzt mit der Datenauswertung. Die Studie ist als Langzeit-Untersuchung angelegt, sodass die Bewältigungsprozesse der Betroffenen über mehrere Zeitpunkte verfolgt werden können.

04.07.2016 bis 25.07.2016 Experiment zum präventiven Hochwasserschutz in Magdeburg

Die Weiterführung des Experimentes startet in Magdeburg. Nachdem in Bielefeld Anfang 2016 das Design überprüft wurde, konnte das Experiment nun mit Magdeburgerinnen und Magdeburgern durchgeführt werden. Magdeburg war zuletzt 2013 stark vom Hochwasser betroffen und das Team ist sehr gespannt auf die neuen Ergebnisse.

20.06.2016 Mit Gefühlen gegen die Fluten

In Lüneburg fand Mitte Juni ein weiteres Projekttreffen statt, dieses Mal u.a. mit dem Vorstandsvorsitzendem vom ASB Landkreis Lüneburg und einem Mitarbeiter der Lüneburger Landeszeitung. Das Team fuhr an die in der Vergangenheit vom Hochwasser betroffenen Gebiete, um sich einen Überblick zu verschaffen.

Links der Zeitungsartikel der Lüneburger Landeszeitung vom Juni 2016.

Online finden Sie den Artikel unter: http://www.landeszeitung.de/blog/lokales/340627-hochwasser-wissenschaftler-suchen-in-lueneburg-loesungen

08.03.2016 Auftakttreffen in Lüneburg

Das dritte Auftakttreffen fand im März in Lüneburg statt, erneut zwischen den Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachhochschule Bielefeld und Mitarbeitern des ASB nun aus Lüneburg. Nach einer Vorstellung des ASB Kreisverband Lüneburg und der Region Landkreis Lüneburg wurde auch hier das Forschungsprojekt näher erläutert und gemeinsam diskutiert.

15.04.2016 Interview Prof. Bamberg

Mitte April fand ein spannendes Interview mit Professor Bamberg bei Hertz 87.9 – dem CampusRadio für Bielefeld statt. Es wurden Fragen rund um das Projekt geklärt sowie Beispielsweise Vorsorgemöglichkeiten in Bezug auf Hochwassersituationen angesprochen. Online ist das Interview abrufbar unter: http://www.hertz879.de/podcast/studiogespraech-mit-professor-sebastian-bamberg/

14.03.-17.03.2016 Start in Bielefeld

Nach den Auftakttreffen folgte nun der Start in Bielefeld. Hierfür trafen sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projektes der Fachhochschule Bielefeld. Die Gruppe um Professor Stricker, Professor Bamberg und Professor Beelmann vom Fachbereich Sozialwesen befasst sich mit den Risikominderungs-Strategien, die jede und jeder Einzelne dazu im sozialen Umfeld hat. Dies geschieht in enger Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern der vom Hochwasser 2013 betroffenen Regionen sowie weiteren, in diesen Regionen involvierten Akteuren.

Zur Projektdurchführung werden einzelne Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in ausgewählten Standorten ihren Arbeitsplatz einrichten: Die Umweltpsychologin Klara Kauhausen wird dabei den Standort Magdeburg untersuchen, Frau Anja Schäffler als Nachhaltigkeitswissenschaftlerin im Landkreis Lüneburg tätig werden und Herr Torsten Masson als Betriebswirt und Sozialpsychologe in Leipzig. Das Projekt läuft bis Ende 2018.

08.03.2016 Auftakttreffen in Lüneburg

Das dritte Auftakttreffen fand im März in Lüneburg statt, erneut zwischen den Projektmitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Fachhochschule Bielefeld und Mitarbeitern des ASB nun aus Lüneburg. Nach einer Vorstellung des ASB Kreisverband Lüneburg und der Region Landkreis Lüneburg wurde auch hier das Forschungsprojekt näher erläutert und das weitere Vorgehen gemeinsam diskutiert.

18.02.2016 Auftakttreffen in Magdeburg

Im Februar folgte das zweite Auftakttreffen in Magdeburg. Auch hier wurde das Forschungsprojekt näher erläutert und mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ASB Magdeburg besprochen. Zudem wurde der Film “Fluthelfer“ über die schwierige Lage während der Flutkatastrophe 2013 in Magdeburg gezeigt.

27.01.2016 Auftakttreffen in Leipzig

Das erste der drei Auftakttreffen fand in Leipzig statt. Hier besprachen die Projektmitarbeiterinnen und -Mitarbeiter der Fachhochschule Bielefeld mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des ASB Leipzig den inhaltlichen und organisatorischen Rahmen des Kooperations-Projekts. Weiteren wissenschaftlichen Input bekam das Treffen durch Wissenschaftler der Uni Leipzig und des Helmholtz-Zentrums (UFZ) aus Leipzig.

November 2015 Experiment zum präventiven Hochwasserschutz in Bielefeld

Durch ein Experiment, das zunächst als Vorversuch in Bielefeld durchgeführt wurde, soll herausgefunden werden, ob sich Menschen vor Hochwasser schützen und wenn ja, wie sie dies tun. An dieser Stelle nochmals vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Da Hochwasser in Bielefeld kein akutes Problem darstellt, sollte hier zunächst das Versuchsdesign überprüft werden: mit Erfolg. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Projekts konnten aufzeigen, dass Testteilnehmerinnen und Teilnehmer, die vor Beginn einen kurzen Film mit einschüchternden Bildern des Hochwasser im Jahr 2013 gesehen hatte, anschließend eher bereit waren, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, als Teilnehmer, die einen Film sahen, der die Elbe in ruhigem Zustand zeigte.

Oktober 2015: Start des Projekts

Im Oktober 2015 startete das Projekt RISK_M – Soziale Mobilisierung zur Optimierung eines Risikomanagements bei extremen Hochwasserereignissen. Es wird in Kooperation der Fachhochschule Bielefeld mit dem Bundesverband des Arbeiter-Samariter-Bundes durchgeführt und ist Bestandteil des Forschungsschwerpunkts „Soziale Mobilisierungsstrategien im Politikfeld Klimaschutz“ der Fachhochschule Bielefeld.